Wie das im kalifornischen Mountain View ansässige Unternehmen Google unlängst bekannt gab, werde die hauseigene Suchmaschine mittlerweile von deutlich mehr mobilen Endgeräten als von herkömmlichen Desktop-Computern aus genutzt. Wenngleich diese Trendwende von Experten schon länger vorausgesehen wurde, scheint Google sich noch nicht vollends auf sie eingestellt zu haben. Hierbei ist anzumerken, dass das veränderte Suchverhalten nicht nur Google, sondern vor allem auch Betreiber von Internetseiten im Allgemeinen und Online-Shops im Besonderen vor eine neueHerausforderung stellt.

Was bedeutet das neue Suchverhalten für Google?

Google scheint momentan noch große Schwierigkeiten in Bezug auf die Monetarisierung der Suchanfragen von mobilen Endgeräten aus zu haben. So werde einem Bericht des renommierten Wirtschaftsmagazins Forbes zufolge bloß jeder dritte Dollar, den Google insgesamt durch Suchanfragen verdiene, durch Mobilgeräte generiert. Eine Bilanz, die schon alleine im Hinblick auf die vermeintliche Dominanz der Mobilgeräte, die in den kommenden Jahren wohl noch weiter zunehmen wird, durchaus zu denken gibt. Wobei festzuhalten bleibt, dass das zugrunde liegende Kernproblem vor allem darin zu finden sein dürfte, dass derzeit nur die wenigsten Internetseiten für mobile Endgeräte optimiert sind. Entsprechend dazu hat Google vor einiger Zeit auch erste Werbeformen vorgestellt, die gezielt auf Mobilgeräte zugeschnitten wurden.

Was bedeutet das neue Suchverhalten für Internetseitenbetreiber?

Für Seitenbetreiber bedeutet die fortlaufend zunehmende Internetnutzung via Smartphone, Tablet & Co zunächst, dass sie ihre Seiten bezüglich der Ladezeiten, der allgemeinen Darstellung und der Bedienung von Grund auf neu für mobile Geräte optimieren müssen. Darüber hinaus müssen sie aber auch im Hinblick auf das Schalten von Online-Werbung völlig neue Wege beschreiten. Und genau hier kommen die zuvor genannten Werbeformen, die Google nunmehr im Hinblick auf Mobilgeräte anbietet, ins Spiel. Besondere Erwähnung verdienen hierbei neuartige Funktionen, die Werbetreibenden unter anderem ein geräteübergreifendes Tracking oder die sogenannte Konversionsattribution merklich erleichtern sollen. Zudem sollen die mobilen Werbeformen neuartige Möglichkeiten der Interaktion bieten. So soll es zum Beispiel möglich sein, dass Mobilgerätenutzer Hotelzimmer fortan direkt von der entsprechenden Hotelwerbung aus buchen können. Ein entscheidender Grundgedanke hinter der Einführung der neuartigen Interaktionsmöglichkeiten dürfte dabei sein, dass Mobilgeräte zwar verstärkt für Suchanfragen genutzt werden, aber in Hinblick auf Bestellungen oder Buchungen über das Internet noch immer das klare Schlusslicht hinter Desktop-Computern sind.

Anmerkung

Abschließend wäre noch darauf hinzuweisen, dass der Wechsel bei Suchanfragen weg von Desktop-Computern hin zu Mobilgeräten derzeit wohl nur in zehn Ländern besonders stark hervortritt. Allerdings sollte davon ausgegangen werden, dass neben Japan und den USA auch viele Länder Europas, wie etwa Deutschland, Frankreich oder Spanien, mehr oder minder stark von dem Wechsel betroffen sein dürften. Darüber hinaus muss noch angemerkt werden, dass letztendlich nicht bloß Smartphones und Tablets, sondern je nach Auslegung auch internetfähige Smart-TV-Geräte und entsprechende Blu-ray- oder DVD-Player in die Rubrik der Mobilgeräte fallen. Die Begründung für die auf Anhieb vielleicht etwas irritierende Einteilung dürfte dabei in den gebotenen Nutzungsmöglichkeiten zu finden sein, die den nahezu grenzenlosen Optionen, die jeder handelsübliche Desktop-Computer im Vergleich dazu bietet, schon alleine vonseiten der Bedienbarkeit doch klar unterlegen sind.