Google Analytics verfügt schon seit längerer Zeit über die Möglichkeit, die Besucherflüsse, die aus sozialen Netzwerken auf die eigene Seite kommen, mittels Social Reports auszuwerten. In der Vergangenheit waren diese allerdings undifferenziert. Dies erschwerte beispielsweise die Überprüfung davon, welchen Effekt Werbemaßnahmen in den Social Media bislang hatten. Google hat die Schwachstelle erkannt und durch zwei neue Feature beseitigt. Unter dem Menüpunkt „Soziale Netzwerke“ lassen sich nunmehr auch die Daten-Hub-Aktivität sowie die Trackbacks getrennt aufrufen und analysieren.

Differenzierte Social Reports mit Google Analytics erstellen

Differenzierte Social Reports mit Google Analytics erstellen

Clevere Filterung mit der Daten-Hub-Aktivität: Nützlich für Social Media Marketing

Die Daten-Hub-Aktivität führt eine Trennung nach URL’s (sprich allen Seiten, die keine sozialen Netzwerke sind) sowie nach sozialen Netzwerken durch. Auf diese Weise lässt sich ermitteln, welche Networks von besonderer Bedeutung für den Besucherfluss der eigenen Webseite sind. Die meisten Unternehmen versorgen auf Verdacht hin vor allem Facebook. Über die neue Funktion lässt sich aber beispielsweise auch entdecken, dass Google+ vor allem für bestimmte Sparten (z.B. IT- und Mobilfunkunternehmen) immer wichtiger wird. Die Analyse der Daten-Hub-Aktivität ist deshalb vor allem für das Social Media Marketing ein sehr wertvolles Instrument.

Differenzierte Social Reports mit Google Analytics erstellen

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Trackbacks: Welche Kanäle werden genutzt?

Wie es der Name schon andeutet, kann man über die Funktion Trackbacks die Pfade zurückverfolgen, welche die User genommen haben. Auf diese Weise lässt sich ermitteln, welche Kanäle für die sozialen Aktivitäten in der Hauptsache genutzt werden. Offenbar wird auf diese Weise auch die URL-Adresse der ursprünglichen Seite (die sogenannte „unterstützende URL“) sowie die Anzahl der Visits, die über diese gelaufen sind. Über die Trackbacks Funktion gibt es zudem die Möglichkeit, auch ganz allgemein nach den eigenen URLs zu filtern. Dies ist beispielsweise nützlich, wenn man zwar weiß, dass Besucher aus einem Artikelverzeichnis auf die eigene Seite gekommen sind, man aber den Text selbst aufspüren möchte. Über den Fundstellen der eigenen Links lassen sich Aussagen darüber treffen, in welchen Kanälen man stark ist und wo es noch Verbesserungspotenzial gibt.

 

Auch der weitere Besucherfluss kann ausgewertet werden

Mittels der Social Reports lässt sich in Google Analytics zudem auchder weitere Besucherfluss auswerten. Der entsprechende Button befindet sich in dem Menü an letzter Stelle. Interessant sind dabei vor allem drei Punkte:

  • Bleibt es bei einem Erstkontakt oder kommen die „sozialen Besucher“ wieder?
  • Bleiben diese Besucher nur wenige Sekunden auf der Webseite oder verweilen sie?
  • Wohin geht für sie die Reise anschließend weiter („Klickstrecke der User“)?

Die Antworten auf diese Fragen sind nicht nur interessant, wenn man Social Media Marketing plant. Sie geben zudem auch ein relativ zuverlässiges Bild darüber ab, welchen Effekt die bisherigen Aktivitäten hatten. Liefen die Maßnahmen ins Leere oder brachten sie doch den gewünschten Ertrag? Insbesondere die Besuchszahlen der Unterseiten werden dabei bedeutend. Denn hier kann man in Erfahrung bringen, welche Teile des eigenen Angebots bei Social Media Besuchern besonders großen Anklang finden und welche nicht. Mit den Social Reports von Google Analytics lässt sich somit nicht nur ermitteln, welche Netzwerke und Kanäle besonders wichtig sind. Man erhält zudem auch Erkenntnisse darüber, wo man noch besser werden muss.