„Wir machen jetzt mal ein bisschen SEO.“ Aus einer derartigen „Strategie“ kann keine gelungene
Suchmaschinenoptimierung entspringen. In diesem Artikel zeigen wir Ihnen, wie Sie mithilfe von
Google AdWords eine SEO-Kampagne deutlich effektiver ausrichtigen, die richtigen Kunden ansprechen
und dabei noch Geld sparen – ohne Nachteile und mit einem vertretbaren Aufwand.

Der Traum der exakten Prognose

SEO ist ein Feld, dessen Erfolg nie zu 100 % vorausgesagt werden kann. Mit genug Know-how ist dieser
Prozess jedoch zu einem Großteil berechenbar, sodass Aussagen á la „SEO funktioniert nicht!“
grundsätzlich falsch sind. Dieser Satz ist nämlich nur dann richtig, wenn keine Strategie vorliegt
– aber dann liegt der Fehler bei der Ausrichtung der Kampagne und nicht bei SEO als
Marketinginstrument an sich.

Wenn eine SEO-Kampagne scheitert, sind die Gründe oft vielfältig. Die Ursachen dafür: Mangelnde Fachkenntnis, schlechte Arbeit oder auch nur ein zu geringes Budget. Oft
steht dem gesamten Projekt jedoch der Start im Weg, denn anstelle einer nutzerdatenorientierten
Optimierung tritt nur die klassische Keyword-Recherche – die jedoch im Jahr 2016 (und darüber
hinaus) ausgedient hat. Durch Google AdWords lässt sich eine SEO-Kampagne schon deutlich aufwerten
und die Suche nach Keywords ist nur ein kleines Zahnrad in Ihrer SEO-Maschine. Denn: Erfolg ist
Geld.

Schwache Indikatoren einer SEO-Kampagne

Der letzte Satz soll bedeuten: Es ist unerheblich, ob Sie im Anschluss an eine SEO-Kampagne
plötzlich 2.000 Besucher pro Tag zusätzlich bekommen, deutlich mehr Kommentare verfasst werden oder
Seiten optimiert haben. Sie befinden sich bei Google ganz oben bei der Suche nach bestimmten
Begriffen? Das ist schön, aber Sie dürfen nicht vergessen, warum Sie letztendlich überhaupt in
das Thema SEO eingestiegen sind: um Ihre Gewinne zu steigern.

Mehr Besucher pro Tag sind jedoch nicht immer dafür verantwortlich, dass dies auch tatsächlich der
Fall ist. Haben Sie Geld in eine enorm teure SEO-Kampagne investiert, muss sich das Ergebnis am Ende
auch rechnen. Eine Kampagne für 10.000 Euro, die Ihnen am Ende Umsätze in Höhe von zusätzlichen
2.000 Euro beschert, kann nicht guten Gewissens als „erfolgreich“ abgestempelt werden (trotz
höherer Besucherzahlen!).

Daher sollten Sie versuchen, SEO mit Google AdWords zu verknüpfen: Starten Sie zunächst die
bereits erwähnte Keyword-Recherche mit klassischen Mitteln. Die dadurch ermittelten Keywords dienen
Ihnen anschließend dazu, mittels Google AdWords eine Kampagne zu starten. Werten Sie nach vielleicht einem Monat die Ergebnisse aus und erkennen Sie dadurch, welche Keywords bei den Kunden
ankommen und welche nicht. Der Vorteil daran ist, dass diese Analyse nur sehr wenig Zeit in Anspruch
nimmt und Sie sofort erkennen, ob eine SEO-Kampagne Früchte tragen wird oder nicht.

Das Beispiel aus der Praxis

Um die Bedeutung von Google AdWords zu unterstreichen, denken wir uns einfach folgendes Beispiel
aus:

  • Sie betreiben ein Unternehmen, das eine komplett neue Form von Schutzfolien für Handydisplays
    herstellt. Fingerabdrücke werden darauf automatisch entfernt, Dreck und Staub weist das
    Wundermaterial selbstständig ab. Kurz: der heilige Gral. Ein Nachteil ist jedoch der exorbitant
    hohe Preis.
  • Eine klassische Keyword-Recherche wird zu diesem Begriff auch Wörter wie „Handy“, „Smartphone“,
    „Display“ und dergleichen mehr einbinden. Es handelt sich also um Keywords, die enorm stark
    umkämpft sind. Sie werden sehr viel Zeit und Geld investieren müssen, um Ihr Unternehmen unter
    Anwendung dieser Suchbegriffe weit vorne zu platzieren.
  • Aufgrund der komplexen SEO-Kampagne entscheiden Sie sich dazu, ein externes Unternehmen damit zu
    beauftragen. Das Unternehmen optimiert streng nach den „guten, alten Regeln“ des SEO. Zeitlich
    werden für die gesamte Arbeit sechs Monate benötigt, die für Ihr Unternehmen natürlich recht
    teuer werden.

Am Ende kommen deutlich mehr Besucher auf Ihre Seite, die aber nur selten auch wirklich einkaufen.
Hilfsmittel für eine Verbesserung der Konversionsraten bringen zwar einige zusätzliche Kunden zum
Einkauf, aber die enormen Kosten für die Entwicklung der SEO-Kampagne sind damit noch immer nicht
eingespielt.

Wie kann das sein?

Fehler: Nutzerdaten als Ursache

Das Problem in unserem Beispiel ist, dass die Zielgruppe bei der Erstellung der Keywords vollkommen
außer Acht gelassen wurde. Ja, Sie bekommen nun tausende Besucher auf Ihre Seite, die nach „Handy“
oder „Display“ gesucht haben – aber die an Ihrer teuren Luxuslösung einfach nicht interessiert
sind. Vielleicht steigt die Anzahl der einzigartigen Besucher um 2.500 %, doch das hilft Ihnen
nicht, wenn im gleichen Zeitraum nur 5 % mehr Verkäufe generiert werden.

Die gesamte SEO-Kampagne war rausgeschmissenes Geld und eine effektive Optimierung auf einige wenige
Keywords wäre deutlich effektiver gewesen. Daher: Die Platzierung einer Seite sagt nur bedingt
etwas über die tatsächlichen Verkäufe aus.

Fehlervermeidung durch AdWords

Gehen Sie stattdessen wie folgt vor: Mit dem bekannten Google Keyword Planner recherchieren Sie
Keywords, anschließend richten Sie noch das Conversation-Tracking von Google AdWords ein. Sie
werden dadurch einen exakten Überblick darüber erhalten, wie viel Geld Sie pro Keyword
investieren. Jedes Keyword, das einen Break-Even-Point erreicht, lohnt sich aus Ihrer Sicht. Alle Begriffe im negativen Bereich können Sie „abschießen“.

AdWords hilft außerdem dabei, Fehler der Konkurrenz zu vermeiden. Vielleicht kennen Sie die
Situation, dass Sie eine Keyword-Recherche vornehmen und anschließend noch ein Auge auf die
Konkurrenz werfen. Die erfolgreichen Mitwerber sollten schließlich wissen, in welchen Begriffen das
große Geld begraben liegt. Oft stimmt das jedoch nicht: Nur, weil ein hoher Preis pro AdWords-Klick
geboten wird, heißt das nicht, dass sich dahinter auch ein Konzept verbirgt. Ihre Konkurrenz agiert
mitunter ebenso planlos wie zahlreiche andere Unternehmen. Gute Umsätze alleine können Sie nicht
anhand einiger weniger Keywords festmachen.

Natürlich setzen die Mitbewerber oft auch auf das richtige Pferd – aber wieso sollten Sie durch ein
wenig Recherche nicht vermeiden, versehentlich Geld für unsinnige Keywords auszugeben?

Blindes Vertrauen in SEO-Agenturen? Lieber nicht!

Die Informationen aus diesem Artikel sollten natürlich gerade professionelle SEO-Agenturen kennen.
Der Grund, warum trotzdem die klassische Methode bevorzugt wird, ist einfach finanzieller Natur.
Stellt sich durch Google AdWords heraus, dass eine Kampagne einfach nicht erfolgreich ist, würde
sie schließlich sofort eingestellt werden – und die SEO-Agentur bekommt kein Geld. Unseriös
arbeitende Unternehmen lassen den Kunden daher lieber im Dunkeln und optimieren stur vor sich hin,
auch wenn das Ergebnis nicht ansatzweise weiterhilft.

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