Ex-GWA Präsidiumsmitglied FM Schmidt zur Zukunft der Werbung
Abendblatt: Wie genau sieht Ihrer Meinung nach denn die moderne Kommunikation aus?
Schmidt: Sie beschränkt sich nicht darauf, einen Spot in einem Werbeblock oder im Radio zu schalten und eine Anzeigen- oder Plakatkampagne zu entwerfen. Der Wahlkampf von Barack Obama hat gezeigt, wie wirkungsmächtig die Nutzung von YouTube, von Social-Media-Plattformen oder personalisiertem Mail-Versand sein kann. Ergänzt um die Erfahrung der ganzheitlichen Botschaft im wirklichen Leben.
Abendblatt: Die Deutschen sind aber anders als die Amerikaner, das System Obama muss hier nicht funktionieren.
Schmidt: Das stimmt zweifelsohne auf dem Sektor der Politik. Interessanterweise gewinnt die “Methode Obama” in der Wirtschaftskommunikation an Bedeutung. Marken müssen deutlicher auf ihre Zielgruppen zugeschnittene Lösungen anbieten, die von einer Leitidee getragen werden. Die Kreativität der Zukunft wird in einem hohen Maß eine Kreativität der Kanäle sein. Es geht darum, Online und Social Media, Events, Dialogmarketing und Public Relations, Print und TV zu vernetzen und in eine Dramaturgie einzubinden. Kernpunkt muss eine Botschaft sein, die relevant und interessant ist.





